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Verhütung
Liebe ist eine Sache für zwei. Verhütung auch. Umso wichtiger ist es, nicht einsam, sondern gemeinsam darüber zu entscheiden, welche Methode den individuellen Bedürfnissen und Wünschen am besten entspricht.
Auch wenn es uns allen das Leben leichter machen würde: Das hundertprozentig sichere, angenehme, natürliche und nebenwirkungsfreie Verhütungsmittel gibt es nicht und wird es mit ziemlicher Sicherheit auch nie geben. Doch im Vergleich zu den meist ineffizienten, dafür umso lebensgefährlicheren Methoden, die Frauen in den vergangenen Jahrhunderten praktizierten, sind Pille, Spirale & Co. pures Vergnügen.
Doch Kondom und Pille sind nicht jedermanns (und schon gar nicht jeder Frau) Sache. Umso erfreulicher, dass sich Sex ohne Folgen mittlerweile auch auf anderen Wegen genießen lässt. Vorausgesetzt, man findet eine Methode, die der eigenen Lebensplanung und den eigenen Wünschen und Vorstellungen entspricht. Denn jede Frau (bzw. jedes Paar) hat andere Bedürfnisse, andere körperliche Voraussetzungen und eine andere Risikobereitschaft, wenn es um Lust und Liebe geht. Umso wichtiger ist es, die Vor- und Nachteile aller Methoden miteinander zu vergleichen.
Coitus interruptus
In den letzten Jahren hat sich eine Art Pillenmüdigkeit breit gemacht und viele Frauen gehen bei der Wahl ihrer Verhütungsmittel wieder einen Schritt zurück zu "Natur pur". Das Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft ist dabei allerdings besonders hoch. Speziell beim Coitus interruptus, dem unterbrochenen Geschlechtsverkehr, der nicht nur extrem lustfeindlich ist, sondern vom Sicherheitsstandpunkt auch eindeutig in die Kategorie "Vatikanisches Roulette" fällt.
Knaus-Ogino-Methode
Nicht viel niedriger, nämlich bei bis zu 35 Prozent, liegt die Fehlerquote im Rahmen der Knaus-Ogino-Methode, von Spöttern auch "Knaus ungenau" genannt. Der sicherste Weg "zurück zur Natur" ist die sogenannte Kombinationsmethode, bei der die tägliche Messung der morgendlichen Basaltemperatur mit regelmäßigen Zervixschleimbeobachtungen verknüpft wird. Voraussetzung dafür sind allerdings Selbstdisziplin, ein gutes Körpergefühl und die Bereitschaft, an allen unsicheren Tage auf Sex zu verzichten oder chemisch/mechanisch zu verhüten.
Zykluscomputer
Unterstützung bei der natürlichen Familienplanung versprechen so genannte Zykluscomputer. Die meisten Geräte sind nach den Regeln der "erweiterten" Temperaturmethoden programmiert, andere bieten die Möglichkeit, zusätzliche Daten zu erheben, z.B. Beschaffenheit des Zervixschleims oder mittels Teststäbchen, die (im Urin) das luteinisierende Hormon (LH) feststellen.
Diaphragma
Ob chemische oder mechanische Barrieren - die Last der Lust liegt hier vor allem bei den Frauen. Das Diaphragma, 1882 in Deutschland entwickelt, ist ein Klassiker unter den Verhütungsmitteln. Doch anders als in den USA, wo sich die Scheidenpessare großer Beliebtheit erfreuen, sind die kuppelförmigen Kappen aus dünnem Naturlatex, die sich in der Vagina wie ein Schutzschirm vor der Gebärmutter entfalten, hierzulande nur wenig bekannt. Noch seltener stehen die so genannten Portiokappen in Verwendung, die etwas kleiner sind als Diaphragmen und direkt am Muttermund aufsitzen.
Zäpfchen, Gel & Schaumspray
Da sowohl Diaphragmen als auch Portio den Muttermund nicht völlig dicht gegen Sperma abschließen können, benötigt man für zuverlässigen Schutz zusätzlich spermientötende Substanzen. Diese können auch "solo" verwendet werden, weisen dann aber eine vergleichsweise hohe Versagerquote und häufig auch eine Reduzierung des Lustgefühls auf. Die Zäpfchen, Gele, Schaumsprays und Tabletten können nämlich bei längerer regelmäßiger Anwendung Schleimhautveränderungen in der Vagina oder lokale allergische Reaktionen verursachen. Manche Frauen empfinden auch das Auslaufen von Schaum oder Gel aus der Scheide als unangenehm.
Kondome
Das Kondom gilt als die sicherste mechanische Barriere - und, solange die Pille für den Mann noch im Versuchsstadium steckt, auch als einziger männliche Beitrag zum Thema Verhütung. Moderne Qualitätskondome aus Latex (Naturgummi) sind mit durchschnittlich 0,06 Millimeter Wandstärke wesentlich dünner als die menschliche Haut und lassen sich jeder Penisform und -größe anpassen. Sie haben keine Nebenwirkungen, beugen Scheideninfektionen vor und sind bei richtiger Anwendung auch der einzig sichere Schutz gegen Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten.
Pannen sind bei vielen Anwendern allerdings an der Tagesordnung: Sie benutzen das Kondom erst, wenn die sogenannten Sehnsuchtstropfen schon längst in der Scheide sind, rollen es verkehrt herum ab, ziehen es viel zu straff über die Penisspitze oder kombinieren es mit einer ölhaltigen Gleitcreme, die den Gummi angreift. Es empfiehlt sich daher, als Frau - durchaus im eigenen Interesse - das gekonnte Über- und Abstreifen des Gummis zu üben und dafür zu sorgen, dass ausschließlich Qualitätskondome von renommierten Herstellern zum Einsatz kommen.
Spirale (IUP)
Weltweit tragen mehr als 60 Millionen Frauen ein Intra-Uterin-Pessar (IUP). Damit ist die Spirale eines der am weitesten verbreiteten Verhütungsmittel überhaupt. Relativ neu am Markt sind dagegen Hormonspiralen, die alle Vorteile von IUP und Pille in sich vereinen.
Während klassische Kupferspiralen durch ständige Reizung der Gebärmutterschleimhaut dafür sorgen können, dass sich ein befruchtetes Ei nicht einnisten kann, beruht die empfängnisverhütende Wirkung der Hormonspirale auf der lokalen Freisetzung des Hormons Levonorgestrel, eines Gestagens, das auch in vielen Pillentypen eingesetzt wird. In der Folge verdickt sich der Schleimpfropf im Gebärmutterhals, wodurch die meisten Spermien nicht mehr in die Gebärmutter vordringen können. Dennoch aufsteigende Spermien werden in ihrer Funktion gehemmt. Schließlich findet nur noch ein schwaches monatliches Wachstum der Gebärmutterschleimhaut statt, was die Eizelle an einer Einnistung hindert.
Komplikationen treten bei der Hormonspirale eher selten auf. In den ersten Monaten kann es zu Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen oder Zwischenblutungen kommen. Doch die positiven Aspekte überwiegen: Im Gegensatz zu normalen Spiralen, die die Monatsblutung eher verstärken, vermindert sich der Blutfluß durch die lokale Hormonwirkung. Auch die erhöhte Infektionsgefahr - eine unangenehme Nebenwirkung der Spirale - wird beseitigt. Gleichzeitig ist die Hormonspirale so sicher wie die meisten Antibabypillen, mit dem Unterschied, dass dem Körper weit weniger Hormone zugeführt werden. Ob die Hormonspirale auch für Frauen geeignet ist, die noch kein Kind geboren haben, sollte in einem Gespräch entschieden werden. Die Wirkung auf den Körper ist in jedem Fall reversibel: Sobald die Spirale entfernt wird, ist die Fruchtbarkeit wiederhergestellt.
Antibabypille
Vierzig Jahre nach ihrer Markteinführung rangiert die Antibabypille nach wie vor unangefochten auf Platz eins der Verhütungsmittelstatistik. Kein Wunder: Sie ist praktisch, sicher - und dank ständiger Innovationen und immer niedrigeren Dosierungen für die meisten Frauen gut verträglich. Dennoch greift die Pille entscheidend in den Hormonhaushalt ein und kann, vor allem in Kombination mit anderen Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht oder Gefäßerkrankungen, die Gefahr von Thrombosen und Embolien, aber auch von Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Andererseits schützt die Pille nachweislich vor Risiken wie Eierstockkrebs, Krebs der Gebärmutterschleimhaut und Zysten in Eierstöcken und Brust.
Welche Pille für Sie geeignet ist, wird in einem Beratungsgespräch erarbeitet. Zur Auswahl stehen Ein- oder Mehrphasenpillen mit Östrogenen und Gestagenen in unterschiedlich hoher Dosierung, die so genannte Mikropille mit besonders niedrigen Hormonmengen und die aus reinem Gestagen hergestellte Minipille.
Dreimonatsspritze
Als Langzeitalternative zur herkömmlichen Antibabypille steht die Dreimonatsspritze zur Verfügung, bei der das lästige "Merken-Müssen" wegfällt. Sie enthält ein Gestagen, das dem körpereigenen Gelbkörperhormon ähnlich ist und das durch die langsame, aber ständige Freisetzung den Eisprung zwölf Wochen lang verhindert. Gespritzt wird entweder in einen Muskel der Hüfte oder des Oberarms, ähnlich wie bei einer Schutzimpfung.
Hormonimplantat
Die jüngste Innovation auf dem Sektor der hormonellen Verhütung ist ein so genanntes "Verhütungsstäbchen" von der Größe eines Zündholzes. Es wird von der Ärztin in den Oberarm implantiert, von wo aus es drei Jahre lang durch regelmäßige Hormonfreisetzung einen Eisprung verhindert. Das Kunststoffstäbchen ist tastbar, aber nicht sichtbar, enthält kein Östrogen und kann jederzeit entfernt werden, wenn eine Schwangerschaft erwünscht ist.
Vaginalring
Seit dem Frühjahr 2003 steht in Deutschland ein Vaginalring zur Verhütung zur Verfügung. Diesen flexiblen schmalen Ring legen Sie wie einen Tampon selbst in die Scheide ein und entfernen ihn nach drei Wochen Liegedauer auch wieder selbst. Er gibt Hormone an die Schleimhaut ab und wirkt so empfängnisverhütend. Nach einer Woche Pause, in der üblicherweise Ihre Regelblutung einsetzt, wird der nächste Ring eingelegt. Auch diese Methode hat den Vorteil, dass nicht täglich an die Verhütung gedacht werden muss und etwa bei Erbrechen der Schutz der vorher eingenommenen Pille fragwürdig ist. Auch auf Reisen in ferne Länder ist die Anwendung sicherer und einfacher.
Die "Pille danach"
Bei der "klassischen" Variante der "Pille danach", einer Kombination aus Östrogen und Gestagen, müssen die ersten beiden Tabletten innerhalb von 48 Stunden nach der Verhütungspanne geschluckt werden, die restlichen zwei dann zwölf Stunden später. Die "neue" Pille danach, die als Wirksubstanz Levonorgestrel enthält und seit einiger Zeit angeboten wird, kann bis 72 Stunden nach dem Verkehr eingesetzt werden. Häufigkeit und Intensität der Nebenwirkungen sind dabei wesentlich geringer, die Erfolgsquote ist mit 95 Prozent (binnen zwölf Stunden) und 58 Prozent (binnen 72 Stunden) sehr hoch. Hat sich das Ei bereits eingenistet, kann allerdings auch der nachträgliche Hormonschub nichts mehr ausrichten.
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13 Euro und 50 Cent im Quartal ist unsere Arbeit inzwischen wert. Dafür sollen wir unsere kranken Patientinnen drei Monate lang mit qualitativ hochwertiger Medizin, mit menschlicher Zuwendung, moderner Diagnostik und positiver Energie versorgen.
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Am besten sofort bei der Erstoperation beginnen. |
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Frau Dr. Sybille Hännesgen berät Sie. |
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Selbsthilfe bei Krebs |
Die psychosoziale Beratungsstelle Nürnberg hilft. |
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