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Osteoporose
Osteoporose ist Erkrankung des gesamten Skelettsystems mit einer verminderten Knochenmasse und einer Störung der Mikroarchitektur des Knochengewebes. Dies führt zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und steigendem Frakturrisiko.
In Deutschland leiden mehrere Millionen Menschen an Osteoporose. Aufgrund der weiter steigenden Lebenserwartung wird die Häufigkeit in den nächsten Jahrzehnten auf das Dreifache ansteigen. Zum größten Teil sind Frauen davon betroffen. In den Wechseljahren erkrankt etwa jede dritte Frau daran. Eine der Ursachen hierfür ist die deutlich herabgesetzte Östrogenproduktion.
Ein typisches Kennzeichen der Osteoporose ist ihr langsamer und schleichender Verlauf. Viele Frauen wissen lange Zeit nicht, dass sie daran erkrankt sind. Rückenschmerzen als Folge von unerkannten Wirbelkörperbrüchen können erste Hinweise sein. Im Laufe der Erkrankung werden viele Patientinnen durch das Zusammenbrechen der Wirbelkörper immer kleiner. Brüche des Oberschenkelhalses werden dann häufig durch einen geringfügigen Sturz verursacht. Rippenbrüche können beim Husten entstehen, Handgelenksbrüche bereits durch leichtes Abstützen bei einem drohenden Sturz.
Wichtige Risikofaktoren sind:
erbliche Belastung;
zierlicher Körperbau;
mangelnde Bewegung;
übermäßiger Genuss von Alkohol und Nikotin;
vorzeitig einsetzende Wechseljahre;
kalziumarme Ernährung (zu wenig Milchprodukte);
phosphatreiche Ernährung, (zu viel Fleisch und Wurst);
Vitamin D-Mangel;
Darmkrankheiten mit chronischen Durchfällen;
Schilddrüsen- und Nierenerkrankungen;
Einnahme von Cortison-Präparaten über längere Zeiträume.
Vorbeugung
Osteoporose könnte bei vielen Menschen durch regelmäßige sportliche Aktivität mit Muskelkräftigung und durch eine gesunde, vollwertige und ausgewogene Ernährung verhindert werden.
Im Verlauf des ganzen Lebens ist die regelmäßige und ausreichende Kalzium-Zufuhr wichtig. Die wichtigsten Kalziumlieferanten sind Milch und Milchprodukte, kalziumreiche Mineralwässer sowie grüne Gemüse (z.B. Grünkohl, Brokkoli, Lauch). Auch Vitamin D ist von großer Bedeutung. Es fördert die Kalziumaufnahme aus der Nahrung und ist vor allem in Seefisch enthalten, wird aber auch in unserer Haut unter dem Einfluß von Sonnenlicht gebildet.
Sinnvoll kann auch eine medikamentöse Therapie mit Kalzium und Vitamin D, sowie in bestimmten Fällen die Einnahme von Fluor sein. Für Frauen in den Wechseljahren, bei denen weitere Risikofaktoren vorliegen, ist eine vorbeugende Behandlung mit Hormonen zu erwägen.
Früherkennung
Der für die Osteoporose charakteristische Knochenschwund kann durch eine Knochendichtemessung festgestellt werden. Gemessen wird an der Ferse in einem kurzen und völlig schmerzlosen Vorgang. Wir Fürther Frauenärzte unterhalten eine gemeinsame Messstation, zu der wir Sie auf Wunsch gerne überweisen. Eine Osteoporose kann um so erfolgreicher therapiert werden, je früher die Behandlung begonnen wird.
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