Vorsorge

Vorsorge gegen Erkrankung findet nicht nur in der ärztlichen Praxis statt, sondern jeden Tag bei Ihnen zu Hause. Die wichtigsten Faktoren sind eine gute, vielseitige und eher knappe Ernährung, ausreichend Bewegung und Stressreduktion.

Die gynäkologische Früherkennung

Viele Frauen waren bereits einmal oder mehrere Male in ihrem Leben bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung. Sie wissen, dass eine solche Untersuchung nicht schmerzhaft ist. Mit einem Wattetupfer oder einem kleinen Bürstchen wird Zellmaterial aus dem Gebärmutterhals gewischt. Diese Proben werden in einem spezialisierten Labor untersucht. Lassen sich bei dem untersuchten Material krankheitsverdächtige Strukturen feststellen, führen bereits medikamentöse Maßnahmen häufig zu einem vollständigen Ausheilen der Erkrankung.

Je früher eine Krebserkrankung entdeckt wird, desto größer ist die Chance auf endgültige Heilung. Bitte nehmen Sie deshalb die jährliche Vorsorgeuntersuchung regelmäßig wahr.

Die gesetzlichen Krankenkassen tragen ein abgestuftes, für die Patientin kostenfreies Früherkennungs-Programm mit wichtigen Basisuntersuchungen:

Ab dem 20. Lebensjahr sind dies die Blutdruckmessung, ein Zellabstrich des Gebärmutterhalses und die Tastuntersuchung des inneren Genitales. Ab dem 30. Lebensjahr - meistens aber früher - wird auch die Brust abgetastet, um Knoten oder Verdichtungen zu erkennen (der ideale Zeitpunkt hierfür sind die Tage nach der Periode). Auch die Inspektion der Haut gehört jetzt zu den Leistungen. Ab dem 45. Lebensjahr wird zusätzlich der Enddarm abgetastet und Sie erhalten ein Testbriefchen zur Untersuchung auf Blutspuren im Stuhl (hierdurch können Blutungen im Magen-Darm-Trakt festgestellt werden).

Krebsfrüherkennung ist in jedem Alter lebenswichtig.

Ihre gesetzliche Krankenversicherung bietet Ihnen einen vorbildlichen Versicherungsschutz. Als ärztliche   Zusatzleistungen bieten wir Ihnen darüber hinaus noch die Ultraschall-Untersuchungen von Gebärmutter, Eierstöcken und Brust an. Gerade hierdurch lassen sich sehr frühzeitig Veränderungen an den Eierstöcken (Zysten oder Tumorbildungen) und der Gebärmutter (Myome oder Schleimhautveränderungen) erkennen. Auch im Brustgewebe lassen sich nicht tastbare Veränderungen per Ultraschall (und Mammografie) entdecken.

Diese vorsorglich durchgeführten Untersuchungen werden nicht von der Krankenkasse getragen. Die Preise hierfür erfahren Sie in unserer Praxis. Bitte entscheiden Sie dann, ob Sie diese Untersuchungen wünschen. Die Bezahlung erfolgt direkt in der Praxis in bar oder mit EC-Karte.

Bei Erkrankung oder Entdeckung eines verdächtigen und abklärungsbedürftigen Befundes stehen Ihnen sämtliche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten unserer Praxis selbstverständlich weiterhin uneingeschränkt als Kassenleistung zur Verfügung.

Brustkrebsvorsorge

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 40.000 Frauen. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten Jahren gewachsen, ebenso jedoch auch die Überlebenschancen.

Bei der Früherkennungsuntersuchung tastet die Ärztin sorgfältig das Drüsengewebe der Brust ab. Dabei können Verhärtungen und andere knotige Veränderungen im Gewebe aufgespürt werden. Besonders gründlich wird der Bereich der Brustwarzen untersucht. Auch die Achselhöhlen und die Schlüsselbeingruben gehören zur Untersuchung. Hierbei kann festgestellt werden, ob Lymphknoten angeschwollen sind.

Knotige Strukturen in den Brüsten sind bis zu einem gewissen Grad normal. Bei Frauen während der fruchtbaren Jahre handelt es sich dabei häufig um Fibroadenome oder um Zysten. Bei jungen Frauen sind solche Knoten meist gutartig. Der Anteil der Karzinome wird mit zunehmendem Alter jedoch höher.

Vor diesem Hintergrund empfehlen wir Ihnen unser Früherkennungsprogramm:

  • Regelmäßig ein Mal im Monat einen   Selbstcheck der Brust nach ärztlicher Unterweisung.
  • Eine Tastuntersuchung der Brust (und der Eierstöcke) durch Ihre Frauenärztin alle 6 Monate.
  • Eine vaginale Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke in regelmäßigen Abständen, die sich nach Ihrer Risikostruktur richten.
  • Eine Ultraschalluntersuchung der Brust in regelmäßigen Abständen, die sich nach Ihrer Risikostruktur richten.
  • Die Mammografie in regelmäßigen Abständen, die sich nach Ihrer Risikosituation richten.
Zusätzlich bei Frauen mit besonderer Risikolage (z.B. genetische Prädisposition):
  • Verlaufskontrolle der Tumormarker Ca 125 alle 6 Monate.
  • Kernspintomografie der Brust (MRM) alle 12 Monate.
Gerne beraten wir Sie zu den für Sie sinnvollen diagnostischen Maßnahmen der Brustkrebs-Früherkennung in unserer Sprechstunde.

Die regelmäßigen Früherkennungs-Untersuchungen dürfen nicht mit einer Garantie auf ein Leben ohne Krebs verwechselt werden. Aber die frühzeitige Erkennung einer bösartigen Erkrankung birgt nach dem heutigen Stand der Medizin eindeutig die beste Chance zur Überwindung dieser existenziellen Herausforderung.




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Sprungnetz für Frauen mit Brustkrebs

Das Projekt mammaNetz unterstützt kostenlos Mammakarzinom-Patientinnen

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Selbsthilfe - eine Chance für Sie!

Deutsche Krebshilfe

Die Deutsche Krebshilfe hat ihre Internetseiten überarbeitet.

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